7 Elterntypen die mir auf Elternversammlungen begegnen

Elternabende – Fluch oder Segen? Ich habe da eine ganz eigene Meinung. Ich könnte ein Elternabendprofi sein. Denn mit 2-4 Elternversammlungen pro Einrichtung pro Jahr plus 2 je Freizeitbeschäftigung (wie Verein und Musikschule), käme ich auf 16-24 Termine jährlich.

Ich selbst falle eindeutig in die Kategorie 4, das erklärt warum ich im Konjunktiv zwei von mir schreibe. Daher habe ich genug Zeit mich bei den Elternabenden aufs Wesentliche zu fokussieren. Beim heutigen habe ich eine kleine Typologie der Elterntypen für euch geschrieben.

IMG_0908

Die 7 Elterntypen

1. Die Strebereltern

Sie sitzen ganz vorne und sind überpünktlich. Meist sind sie bestens auf den Elternabend vorbereitet. Strebereltern haben nicht nur die Agenda studiert, sondern auch bereits Fragen notiert. Stift und Zettel liegen parat. Nicht selten passiert es, dass dieser Elterntyp besser vorbereitet ist, als die Lehrer/Erzieher selbst. Ihnen entgeht kein Fehler, nichtmal der kleinste und sie hadern nie damit, das auch sofort kundzutun.

2. Die Nix-Versteher

Die Agenda ist abgearbeitet und nun steht die Fragerunde an. Die Nix-Versteher Eltern kommen nun endlich zum Zuge. Selbst offensichtlichste Dinge müssen nochmals nachgefragt werden, um ganz sicher zu gehen, dass nix entgangen ist oder gar falsch verstanden wurde. Diese Eltern führen meist zu Augenrollen bei Typ 1, 3  und vor allem 4.

3. Die Coolen

Sie kommen in den Raum und nehmen kaum die Hand runter, so viele Eltern müssen sie begrüssen. Schon im Türrahmen werden sie aufgehalten und angesprochen. Sie kennen jeden und alles, waren scheinbar mit allen schonmal auf einer Grillparty und jeder will neben Ihnen sitzen. Küsschen rechts und links werden verteilt und wenn die Veranstaltung zu Ende ist, gehen die Coolen natürlich noch was trinken.

4. Die Phobiker

Sie meiden die meisten Elternabende und gehen nur widerwillig hin. Schon wenn die Mail mit dem Betreff „Elternversammlung“ aufploppt, bekommen sie schlechte Laune und fangen eine Liste mit Ausreden an. Kommen sie dann doch mal zu den Elternabenden, schalten sie nach 20 Minuten ab und bereuen dass sie erschienen sind. Kommentare von Elterntyp eins und zwei werden meist mit Augenrollen quittiert. Sie werfen einen regelmäßigem Blick auf die Uhr und man sieht man ihnen deutlich an, dass die Fluchttendenzen grösser werden. Schon wenn der Lehrer noch im Abschiedssatz steckt, haben sie bereits gepackt und verlassen meist als Erste den Raum – es sei denn sie haben schon vorher einen sauber geplanten Fluchtplan umgesetzt.

5. Die Mitschreibenden

Sie schreiben akkurat alles mit und zwar vom ersten Wort bis zum letzten. In der besonders ausgeprägten Form sind die Mitschreibenden bereits zwei Tage nach der Elternversammlung mit der Digitalisierung der Mitschriften fertig und haben diese per mail an alles Eltern geschickt. Inklusive Kommentaren und offenen Punkten.  Die Mitschreibenden sind bei den Phobikern besonders beliebt, denn so ist auch das Fernbleiben zu rechtfertigen. Denn man braucht ja nicht anwesend zu sein, wenn man doch im Nachhinein in aller Ruhe bei einem Glas Wein die Mitschriften lesen kann.

6. Die Quatschtanten

Sie sind die ewig Junggebliebenen. Sie waren schon in der Schule die, die sie heute sind. Die Quatschtanten. Sie sitzen immer nebeneinander und spätestens zehn Minuten nach Beginn der Versammlung beginnen sie die Köpfe zusammenzustecken. Mit diesem leisen zischenden Ton unterhalten sie sich gerade laut genug, um sich gegenseitig zu verstehen, aber nur mäßig bis zum vorne stehenden Lehrer /Erzieher durchzudringen. Sie sind die richtigen Ansprechpartner, wenn man auf der Suche nach dem neuesten Tratsch und Klatsch ist, denn sie wissen alles. Selbst die Farbe der Unterhose des Chemielehrers. Aber so genau will das meist keiner wissen.

7. Die Mädchen-für-Alles

Sie sind die Fleissigen, die alles organisieren, immer da sind und sich gerne zum Klassensprecher, Elternvertreter oder Klassenwart ernennen lassen. Sie backen den Kuchen für den Kuchenbasar, fahren die Koffer vor, wenn es auf Klassenfahrt geht und begleiten die Bahnfahrt, wenn die Kinder einen Ausflug machen. Sie sind die Unverzichtbaren, denn sie machen alles, was die anderen Eltern nicht machen wollen. Nur selten werden sie für ihre Arbeit gelobt, ausser zum Jahresabschluss. Da gibt es Blumen und einen Gutschein fürs lokale Einkaufscenter. Denn irgendwie müssen sich die anderen Eltern ja von ihrer Schuld freikaufen. Manchmal schimpfen sie ein wenig, dass sie nie Dank bekommen, für das was sie tun und dass sie das nie wieder machen werden. Aber trotzdem ist meist in den kommenden  Jahren Verlass auf sie.

 

Na habt ihr euch wiedererkannt? Oder hab ich wen vergessen? Gibt es einen Elterntyp der euch noch nie begegnet ist? Ich bin auf euer Feedback gespannt.

One Comment

  1. Pingback: Müttermagazin | 7 Elterntypen die mir auf Elternversammlungen begegnen - Müttermagazin

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.