Kochtopfrealität – ich koch nicht immer wie im Bilderbuch

Manchmal frage ich mich, was meine Leser wohl von mir denken? Glaubt ihr dass ich jeden Tag superfrisch koche und Stunden in der Küche stehe, um dann ewig zu fotografieren und das perfekte Foto hinzubekommen? Nun, dann möchte ich euch heute mal einen Blick hinter die Kulissen erlauben. Denn wisst ihr, es gibt genug perfekte Frauen dort draussen. Ich bin es nicht – und das ist auch gut so.

Meine Lieben, lasst ihr mich mal in euren Kochtopf kucken? Wie kocht ihr? Immer frisch? Nur vegan? Alles Bio? Fertigprodukte? Schnelle Küche? Lasst uns etwas Realität in die perfekte Welt des Essens bringen. Macht mit bei meiner Blogparade und zeigt mir und der Welt, wie ihr kocht. Wie ihr teilnehmt, steht am Ende des Beitrags.

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Foodblogger – das perfekte Essen

Kennt ihr das? Ihr seid auf einem Food-Blog, schaut euch die Fotos an und fragt euch ob die Bloggerin / der Blogger so wirklich jeden Tag essen? Mir geht das oft so. Und manchmal frage ich mich, wie lange es wohl dauert ein solch perfektes Foto zu schiessen. Wie machen die Blogger das? Kochen die doppelt und essen schnell das warme Essen und fotografieren das kalte? Oder fotografieren sie ewig und essen dann das kalte Essen? Oder kochen sie vielleicht sogar nur für die Fotos und essen gar nichts? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung!

Ich bin von Natur aus ein sehr gradliniger Mensch und kann mich selten verstellen. Die Fotos auf meinem Blog mag ich meist sehr gerne, aber sie sind bei weitem nicht perfekt und ganz im Ernst?  Das müssen sie auch nicht sein, denn ich schreibe diesen Blog nicht um Preise zu gewinnen. Ich möchte auch nicht zwangsläufig Geld verdienen, denn ich habe einen tollen Job, den ich sehr gerne mache. Dieser Blog ist mein persönliches digitales Kochbuch und ich lade euch ein, dabei zu sein, mitzulesen, nachzukochen, auszuprobieren und ab und zu mal ein bisschen bei uns reinzuschnuppern. Darum heute 3 Facts zu mir in denen ich euch zeige wie ich im realen Leben koche.

1. Ich koche nicht gerne.

Glaubt ihr nicht? Fragt meinen Mann. Früher hat ausschliesslich er gekocht. Dann kam das Babymädchen und fand Essen grauenvoll und ich habe angefangen zu experimentieren. Um mir zu merken, was ihr schmeckt, habe ich diesen Blog begonnen. Inzwischen koche ich gerne – zumindest für die Kleine und auch für die anderen Kinder. Aber das wirklich gute Essen – das zu dem man ein Glas Wein mit dem Liebsten trinkt, das kocht mein Mann. Ich backe dafür. Leidenschaftlich gerne und auch mit allen Kindern um mich rum, wenns sein muss.

2. Ich koche auch mal Convenience.

Die Bilder die ihr hier auf dem Blog seht, entstehen an den Tagen an denen ich Zeit habe, nicht gestresst bin, genug Vorräte im Haus sind oder ich zum einkaufen komme. Ausserdem ist keiner krank und das Babymädchen ist geduldig genug. Und es mag überraschen – aber das ist nicht jeden Tag der Fall. Also gibt es hier auch mal schnelles Essen. Ich versuche dabei auf Qualität zu achten und darauf, dass es nicht superungesund ist, aber fertige Tortellini mit einer schnellen Tomatensosse sowie Fischstäbchen stehen hier genauso auf dem Speiseplan wie fertige Spätzle. Wenn ich so koche, dann versuche ich aber zumindest noch was frisches gesundes mit auf den Teller zu schummeln. Ich dünste auch mal einfach schnell zwei Möhren und Kartoffeln und fertig. Und ich gebe zu – ich richte es dann nicht zwangsläufig superschick an – schon gar nicht wenn das Baby hungrig oder müde ist.

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3. Meine Kinder dürfen auch mal zuckerhaltiges essen.

Ich kann auch vegan oder vegetarisch kochen und mache das gerne mal. Aber ich koche ebenso gerne gut bürgerlich. Fleisch muss hochwertig sein, dafür lieber seltener, Gemüse ist nicht immer Bio, aber immer frisch. Quinoa gehört genauso in unseren Vorratsschrank wie Kellogs.

Ich kann auch zuckerfrei backen – und Kinder unter eins werden bei mir auch vom Zucker ferngehalten, aber ab eins bin ich entspannt. Es gibt mal ein bisschen eis oder ein kleines Stück Schokolade. Ich habe keine Lust einen zuckerfreien Geburtstagskuchen zu backen, denn zum einen isst das Baby davon eh kaum was und zum anderen mag ich Kuchen, die wie früher bei Oma schmecken. Das bekomme ich mit Datteln, Ahornsirup und Co nicht hin.

Geburtstagstorte

unsere Geburtstagstorte zum ersten Geburtstag vom Babymädchen.

Teigschüsseln ausschlecken und Rührstäbe ablecken ist eine Erinnerung aus meiner Kindheit und ich weiss noch, dass es für mich nichts Schöneres gab, als bei meiner Mutter in der Küche zu sein und ebendies zu tun. Es ist also sozusagen eine Familientradition und die soll man pflegen!

Macht mit bei meiner Blogparade

Verlinkt auf diesen Beitrag hier. Zeigt gerne ein Foto, von einem typischen Essen bei euch und schreibt mir wie ihr im Alltag kocht. Wenn ihr den Beitrag in den sozialen Kanälen verteilt, dann gerne mit #kochtopfrealität. Natürlich gehts auch ohne Blog, zu Beispiel per Gastbeitrag beim mir auf dem Blog. Ich freu mich auf eure Beiträge.

Diese Blogparade läuft bis 15.06.2016.

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4 Comments

  1. Pingback: Über mich – Mein Mini-me

  2. Pingback: Vegetarische Buletten. – Mein Mini-me

  3. Hallo Stephi,
    interessanter Beitrag. Mit Kindern ist kochen sicherlich nochmal was anderes und ähnlich wie du frage ich mich auch oft, ob manche Foodblogger ihr essen überhaupt noch essen. Das Frage ich mich oft wenn Obst toll hergerichtet aussieht, aber noch die ganze Schale dran ist. Wenn man dies nun Essen möchte, dann muss nachträglich noch jedes Obstteil geschält werden…

    Ich setze mich gleich mal an einen Beitrag für die Blogparade 🙂

    LG Svenja

    • Das ist echt spannend, liebe Svenja. Ich finde es vor allem toll, dass du dir ziele gesetzt hattest. Plastik reduzieren probieren wir auch, allerdings ist das mit vier Kindern eine echte Herausforderung. Aber manchmal zählen ja auch kleine Dinge. Toll das du mitgemacht hast. Ich habe auch gleich noch per Twitter geteilt.

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